JIM Jugendstudie Titel gelb

Musikhören und Surfen     sind die beiden wichtigsten Medienaktivitäten für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren, wie die JIM Studie 2010 des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest ermittelte.

Für neun von zehn Jugendlichen (exakt: 91 Prozent) ist Musik hören eine besonders wichtige Medienaktivität. Fast ebenso wichtig ist das Surfen im Internet (86 Prozent). Auf Platz 3 bei liegt das Handy – 80 Prozent der Jugendlichen schätzen es als ein für sie wichtiges Medium ein, wie die Jugendstudie ermittelte.

Jedoch zeigten sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Jugendmedium Nummer 3 – dem Handy. Es ist für weibliche Jugendliche zwischen 12-19 Jahren wichtiger als für ihre männlichen Altersgenossen. Für 86 Prozent der Mädchen und jungen Frauen, aber nur für 75 Prozent der Jungs und der jungen Männern hat das Handy eine wichtige Bedeutung.

Riesig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Medium Nummer 4. Für 62 Prozent der Mädchen haben Bücher eine wichtige oder sehr wichtige Bedeutung – dieses Medium steht bei ihnen auf Platz 4.  Bücher interessieren aber nur 39 Prozent der Jungen im Alter von 12 bis 19 Jahren. Auf ihrer Beliebtheitsskala stehen Bücher auf dem letzten Platz (Platz 8). Weitere Fakten aus der Studie: Jeder vierte Junge liest nie ein Buch. Bei weiblichen Jugendlichen ist nur jede Zehnte eine Nicht-Buchleserin.  

Auf der Medienbeliebtheitsskala der Jungs stehen Computerspiele auf Platz 4. 63 Prozent der männlichen Jugendliche halten sie für wichtig/sehr wichtig. Aber nur 29 Prozent der weiblichen Jugendlichen halten diese Medienaktivität für wichtig – sie erreicht damit in deren Ranking nur den letzten Platz (Platz 8).

Die umfangreiche medienpädagogische Studie ermittelte zudem, dass 55 % der männlichen Jugendlichen heute täglich oder mehrmals pro Woche elektronische Spiele nutzen. Bei weiblichen Jugendlichen sind es nur 14 Prozent. Zudem gilt: Völlig auf elektronische Spiele verzichten heute nur 7 % der Jungen – aber immerhin 31 % der Mädchen.

Noch etwas ist bei der Nutzung von Video- und Computerspielen interessant. Mit zunehmenden Alter der Jugendlichen verlieren sie an Bedeutung. Während nur etwa 10 % der 12 bis 13 Jährigen zu den Nichtspielern gehören, sind es bei den 18- bis 19-Jährigen bereits 30 %.

Quelle: www.mpfs.de