Musik hören und Internet nutzen …. das sind heute für die Jugendlichen die wichtigsten Medienaktivitäten. Eine Zusatzbefragung im Rahmen der diesjährigen JIM-Studie des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest – unter 12-19jährigen Jugendlichen – nach der subjektiven Wichtigkeit der Medien stellte ein interessantes Medienranking auf.

Während Musik hören und Internet für 88 bzw. 87 Prozent der Jugendlichen wichtig/sehr wichtig ist, ist das Handy (72 Prozent) und TV schauen (69 Prozent) deutlich weniger bedeutend für diese Altergruppe. Mit Abstand folgen: Radio hören (56 Prozent), das Lesen von Bücher (53 Prozent), Lesen von Tageszeitungen (49 Prozent) und Computer spielen. Lediglich für 45 Prozent der Jugendlichen ist das subjektiv ein wichtiges Medium.

Überraschend deutlich unterscheiden sich die Lieblingsmedien von männlichen und weiblichen Jugendlichen. Während Musik hören (98 Prozent), Internet (88 Prozent) und Handy (82 Prozent) fast bei jedem Mädchen in dieser Altersgruppe ganz hoch im Kurs stehen, gilt das bei Jungs allenfalls für das Internet (87 Prozent) und Musik hören (79 Prozent). Alle anderen Medien stoßen bei Ihnen auf ein geringeres Interesse. 

Zwar ist die Bedeutung des Internets für Jungen und Mädchen gleich hoch, dennoch sind erhebliche Unterschiede bei der subjektiven Bedeutung der anderen Medien zwischen den Geschlechtern erkennbar. Neben dem markanten Unterschied beim Musik hören (Mädchen: 98 Prozent, Jungen: 79 Prozent), hat auch das Handy für männliche Jugendliche subjektiv eine deutlich weniger wichtige Rolle (62 Prozent) als für weibliche Jugendliche (82 Prozent). Bei Computerspielen ist es genau umgekehrt: Erheblich mehr Jungen (65 Prozent) als Mädchen (24 Prozent) empfinden Computerspiele als wichtiges Medium.

Markante Unterschiede gibt es auch beim geschlechterspezifischen Leseverhalten: Während 64 Prozent der Mädchen Bücher als wichtig empfinden – sind es nur 42 Prozent bei den Jungen. Bei Tageszeitungen ist es umgekehrt: 40 Prozent der Mädchen – aber immerhin 58 Prozent der männlichen Jugendlichen – stufen dieses Medium für sich als wichtig ein.

Quelle: www.mpfs.de